Geschichte

 

Brighton hat eine über 1.500 Jahre alte Stadtgeschichte zu bieten. Seit dem 5. Jahrhundert besteht die Stadt an der Küste und hat sich aus einem Fischerdörfchen zu einer großen Stadt entwickelt. Nicht zu vergessen ist der Einfluss des Mediziners Russel, der Brighton als Luftkurort bekannt machte, aber auch George IV., der hier ein prachtvolles Landhaus und den bekannten Royal Pavilion errichten ließ.

 

Brighton geht zurück auf eine angelsächsische Gründung aus dem 5. Jahrhundert. Dort wurde sie Stadt erstmals unter dem Titel "Beorthelm's-tun" (Town of Beorthelm) urkundlich erwähnt, im 16. Jahrhundert dann Brightelmstone. Ab 1660 wurde der Ort Brighton geschrieben. Offiziell gilt dieser Name seit 1810.

 

1497 wurde ein erster Befestigungsturm in der Nähe des Ortes errichtet. Durch die französische Flotte wurde das kleine Fischerdorf jedoch im Jahre 1514 während eines Krieges nach dem Treaty of Westminster zerstört. Nachdem die Siedlung wieder aufgebaut wurde, zählte man 1580 ungefähr 2.000 Einwohner; um 1660 sogar etwa 4.000 Einwohner. Aufgrund von Kriegen zwischen Frankreich und Holland herrschte eine wirtschaftliche Krise in Brighton, da die Fischer mit ihren Schiffen nicht auslaufen konnten.

 

1703 und 1705 wurde der Ort durch schwere Stürme verwüstet. Durch fehlende Deiche ging Land entlang der Küste verloren und auch die andauernde Krise führte dazu, dass nicht mehr alle zerstörten Häuser aufgebaut wurden. Zu Anfang des 18. Jahrhunderts hatte Brighton nur noch etwa 1.500 Einwohner. Richard Russell, ein renommierter Arzt, veröffentlichte im Jahr 1753 eine Schrift über die gesundheitsfördernden Aspekte des Meerwassers, vor allem in Brighton. Er errichtete daher ein Haus in der Stadt und kurz darauf machten sich die Reichen und Kranken auf den Weg an die Küste. Deshalb entwickelte sich Brighton um 1780 zu einem modischen Kurort. Diese Entwicklung wurde beschleunigt, als 1786 der junge Prinzregent (der spätere König George IV.) hier ein Landhaus kaufte. Er ließ auch den exotisch aussehenden Royal Pavilion errichten, die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt.

 

Um 1820 wurden die Viertel Kemp Town und Brunswick Town errichtet, ebenso wie den Chain Pier (1823) und den West Pier (1866) Mit der Eisenbahnverbindung nach London im Jahre 1841 und er Eröffnung des großen Aquariums im Jahre 1872 ebnete Brighton den Weg zu einem lukrativen Ausflugs- und Erholungsziel. Ab 1930 wurden Deiche aufgeschüttet, um die Erosion durch den Seegang aufzuhalten. Während des 2. Weltkriegs wurde Brighton ebenso wie London stark von der deutschen Luftwaffe bombardiert. Über 5.000 Häuser wurden dabei beschädigt oder zerstört.

 

Die Universität von Sussex wurde 1962 gegründet. Nachdem Brighton sein städtisches Polytechnikum "Universität" nannte und die grafschäftliche Universität von East Sussex weit abseits der Stadt, aber noch auf Gemeindegebiet von Brighton & Hove, lag, wurde es auch eine Universitätsstadt mit zwei Universitäten. Außerdem wird die Stadt manchmal auch London by the Sea genannt, wegen seiner Atmosphäre sowie wegen der großen Anzahl von Besuchern aus London.

 

Im Kongresszentrum von Brighton findet fast alljährlich ein Parteitag einer der drei großen politischen Parteien statt. Am 12. Oktober 1984 explodierte im Grand Hotel eine Bombe der IRA, vier Menschen starben. Im Jahr 1997 schlossen sich Brighton und die benachbarten Orte Portslade, Rottingdean und die Stadt Hove zu einer Stadt zusammen.

 

 

 

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